Das Experiment, welches Reinhardt Wurzel im Rahmen der Sendung "Planet Wissen" vorführt, wird hier nochmals im Detail erklärt: 10 handelsübliche Wasserflaschen aus Plastik (ohne Kohlensäure) besorgen.
Zwischenergebnis: Im Schnitt sind die Hälfte bis zwei Drittel aller Flaschen gefroren.
Ursache: In vielen Flaschen sind nicht genug Kristallisationskeime enthalten.
Experiment: Ein Eiswürfel (ein einzelner Eiskristall reicht schon) in eine Schale legen.
Ergebnis: Supergekühltes Wasser läßt sich durch Berührung mit Eis schlagartig in Gefrorenes verwandeln. Das gleiche geschieht durch starke Erschütterung (auf den Tisch klopfen oder schütteln).
Supergekühltes Wasser ist nahezu reines Wasser, welches auch bei Minusgraden von bis zwanzig Grad unter Null nicht gefriert. 100 Prozent reines Wasser kann sogar bis – 140 Grad abgekühlt werden. Mit supergekühltem Wasser (im Engl. "supercooled water") lassen sich sehr anschauliche Versuche unternehmen. Ein spannendes Experiment, welches nahezu unbekannt ist, und von jedem ausgeführt werden kann, wird hier beschrieben:
Vorbereitung:
Ein Eisfach mit mindestens – 15 Grad muß vorhanden sein.
Die Flaschen hineinlegen oder stellen für mindestens 12 Stunden.
Die anderen Flaschen enthalten supergekühltes, flüssiges Wasser von ca. – 15 Grad.
Das Wasser enthält also nicht genug Mineralien oder Inhaltsstoffe, ist demnach zu rein.
Erst eine stärkere Abkühlung bringt den Gefrierprozess.
Flaschen vorsichtig aus dem Gefrierfach herausnehmen.
Öffen und langsam das supergekühlte Wasser auf das Eis gießen.
Schlagartig gefriert das Wasser auf dem Eis zu einem wachsenden Eisberg.
Berührt das wachsende Eis sogar das Wasser in der Flasche, gefriert alles sofort.
